4/15/2019

Jérémie Rhorer und Kit Armstrong: Gefeiertes Debut am Brucknerhaus Linz mit einem «Dies irae»-Programm

«Betitelt mit dem gregorianischen Hymnus „Dies irae“, aus verschiedenen Blickwinkeln von berühmten Meistern behandelt, begann der Abend mit Gustav Mahlers Sinfonischer Dichtung für großes Orchester c-Moll „Todtenfeier“ 1888, eine Frühfassung des 1. Satzes seiner „Zweiten“, der „Auferstehungssinfonie“. Der dramatische Gestus der Komposition lebt in den aufbrausenden Celli, den vehementen Pauken- und Beckenschlägen, und das bestdisponierte Bruckner Orchester hatte dabei seinen Mahler-Klang im Ohr und auch im Herzen. Mit solchem Gefühl dirigierte auch der Franzose Jérémie Rohrer, ebenfalls eine Neuerscheinung am Pult unseres Klangkörpers und erwies sich auch im übrigen Programm als ein primär werkdienender Stabführer. So überzeugte auch Franz Liszts „Totentanz“ in seiner scharfen Zeichnung der Choralmelodie, eine Paraphrase über „Dies irae“ für Pianoforte und Orchester, und entbrannte unter den Fingern des Stargastes Armstrong. (…) Ein spontaner Bravoschrei aus dem Publikum mündete in einem Applausorkan.»
Oberösterreichisches Volksblatt, Georgina Szeless