May 26th, 2026

Daniele Rustioni debuts at Wiener Staatsoper with Bizet's "Les Pecheurs de Perles"

"Musikalisch ist jedenfalls Gutes zu berichten. Hausdebütant Daniele Rustioni, einige Jahre auch Erster Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper und im Rahmen seiner internationalen Karriere seit 2025 in dieser Funktion an der New Yorker Met tätig, beweist einen ausgeprägten Sinn für die tonmalerische Lyrik, die melodische Delikatesse der stimmungsvollen Partitur des erst 25-jährigen Bizet. 

Die Stimmen bettet Rustioni, wo immer es möglich ist, auf Samt und Seide – in Gestalt von subtil gemischten Farben anmutiger Holzbläser, poetischem Harfenrauschen oder zartesten Streicherrüschen. Die Tempi sind mit und aus dem sängerischen Atem entwickelt, da wird nicht geschleppt oder gehetzt, alles wirkt natürlich. Und die dramatischen Ballungen, von denen es durchaus einige gibt, dosiert er auf kluge Weise…

Am Ende: Jubel für die musikalische Seite”

BR Klassik, Walter Weidringer

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-les-pecheurs-des-perles-georges-bizet-wiener-staatsoper-ersan-mondtag-100.html

“Making his Staatsoper debut, conductor Daniele Rustioni supported his singers sensitively and drew colourful playing from the orchestra. The woodwinds, particularly the oboe, were meticulous and the percussion section had a field day in music the orchestra has probably never played before. A fine night for the ears…”

OperaNow, Mark Pullinger

https://www.opera-now.com/content/reviews/bizet-pearl-fishers-at-wiener-staatsoper-live-review

 

“Und das Orchester? Liefert unter der Leitung von Daniele Rustioni schlagende Argumente für diese Oper, die im Theater an der Wien bereits 2014 ertönt war. Mit straffen Tempi und geschmeidiger Phrasierung bringt der italienische Hausdebütant die furiosen Tanznummern Bizets ebenso zur Geltung wie die lyrischen Preziosen dieser zwei Opernstunden – nicht zuletzt den Ohrwurm Au fonds du temple saint, der sich durch die gesamte Partitur bohrt. Und das Publikum? Ist von der Musik schlussendlich rundum angetan, mit der Regie aber nicht uneingeschränkt glücklich.”

Der Standard, Christoph Irrgeher

https://www.derstandard.at/story/3000000320872/les-pecheurs-de-perles-an-der-staatsoper-nachts-im-einkaufszentrum

 

“So ist es am besten, sich vollends auf die prachtvolle Musik zu konzentrieren, die Wut, Traurigkeit und Sehnsucht ebenso kongenial einfängt wie das Rauschen des Meeres, den Gang der Wellen und das Blähen der Segel. Staatsoperndebutant Daniele Rustioni lässt es zunächst ziemlich krachen und peitscht den Anfangschor mit hoher Geschwindigkeit und Lautstärke durch die Färbertopfe, findet aber bald einen weniger aufgewühlten Ton und versteht es, den Solisten gehörig Raum zu geben, die Solostellen im Orchester hervorzustreichen und dem von Martin Schebesta hervorragend einstudierten Staatsopernchor – die wahre Hauptrolle – seinen Platz einzuräumen.”

Merker, Sabine Längle

https://onlinemerker.com/wien-staatsoper-les-pecheurs-de-perles-exotischer-klassenkampf-an-dysfunktionaler-marmorrolltreppe-premiere/

 

“…Aber letztlich doch: Prima la musica! Ersan Mondtag hat ein Ohr dafür, und er arrangiert seine im Detail beeindruckenden Bilder so, dass sie zwar oft dem Text, aber nie dem Melodiefluss oder gar dem Ausdruck entgegen stehen. Dirigent Daniele Rustioni arbeitet das Spezielle dieser Partitur – das ur-französisch elegante Lineament mit ganz zurückhaltend eingestreuten "Exotismen" – sinnlich heraus. Das Staatsopernorchester liefert geradezu ein Übermaß an Wärme. Ein Vollbad an Klangschönheit, bestens proportioniert zu den vokalen Beiträgen.”

NachtKritik, Reinhard Kriechbaum

https://nachtkritik.de/nachtkritiken/oesterreich/wien-niederoesterreich/wien/staatsoper-wien/les-pecheurs-de-perles-wiener-staatsoper-ersan-mondtag-verlegt-georges-bizets-suedsee-schmonzette-in-die-moderne-textilindustrie

 

“Musikalische Seite mit großen Pluspunkten

…Mondtags Glück ist, dass der (inklusive Pause) zweieinhalbstündige Abend auf der musikalischen Seite viele große Pluspunkte aufweist. Die Musik des 24-jährigen Georges Bizet ist bereits außerordentlich, melodisch, ja einschmeichelnd. Dirigent Daniele Rustioni legt dem Staatsopernorchester bei seinem Hausdebüt keinerlei Zügel an – was vor allem dem blendend einstudierten Chor zugute kommt…Großen Premierenjubel gab’s für die Solisten, den Dirigenten, Chor und Orchester…”

Vol, Wolfgang Huber-Lang

https://www.vol.at/staatsoper-saenger-jubel-und-regie-buhs-fuer-perlenfischer/10172561

 

Musikalische und schauspielerische Bestleistung

“Musikalisch war der Abend ein Genuss für alle Opernfans. Der italienische Dirigent Daniele Rustioni, der ebenfalls sein Debüt am Haus gab, leitete das Staatsopernorchester mit viel Gefühl und Leichtigkeit. So ließ er berühmte, verträumte Melodien regelrecht erblühen und die Klänge wechselten weich zwischen Harfenklängen und Holzbläsern. Gleichzeitig brachte er gemeinsam mit dem stimmgewaltigen Staatsopernchor Schwung und dramatische Energie in die Massenszenen – ganz zur Begeisterung des Publikums…

Am Ende des Abends gab es viel Applaus und großen Jubel für die musikalische Leistung und die Sänger:innen.”

Leadersnet, Janet Teplik

https://www.leadersnet.at/news/100025,bizets-les-pecheurs-de-perles-feierte-premiere-an-der-wiener.html

 

“Am 15. Mai 2026 sorgte die Wiener Staatsoper für Aufregung, denn Georges Bizets „Les pêcheurs de perles“ wurde hier zum ersten Mal aufgeführt…Musikalisch leitete Daniele Rustioni das Geschehen und entblößte die lyrischen und melodischen Schätze dieser Oper, die viele als eine der weniger bekannten Perlen der Opernliteratur kennen...

Die Uraufführung von Bizets "Les pêcheurs de perles" an der Wiener Staatsoper bietet eine umstrittene Inszenierung, die Musik begeistert, doch Regie polarisiert...Während die musikalische Darbietung von Rustioni durchwegs positiv hervorgehoben wurde...”

Mein Wien, Martin Mayer

https://www.mein-wien.net/wien/die-riskante-neuinterpretation-von-bizets-perlen-in-der-wiener-staatsoper/

 

“Dass Bizets „Perlenfischer“ 163 Jahre (!) nach der Pariser Uraufführung erstmals an der Wiener Staatsoper zu hören sind, ist angesichts des melodisch reizvollen Werks kaum vorstellbar. Daniele Rustioni, ebenfalls zum ersten Mal am Haus am Ring, leitet fantastisch das Orchester und den großartigen Chor (Einstudierung: Martin Schebesta), der fast schon solistischen Charakter zeigt. Mit umfassender Eleganz und Schönheit zieht er endlos schwebende Bögen und bringt die Geschichte lebendig, dramatisch und mit großem Farbenreichtum dar. Die Sänger werden nicht nur behutsam begleitet, auch atmosphärische Ausdruckskraft erklingt intensiv aus dem Orchestergraben, sodass das unruhige Meer mit hohen Wellen, Sturm, Feuer und die Emotionen um Liebe, Verrat und Verzicht erlebbar werden. Ein wunderbares Hausdebüt!”

Orpheus Magazin, Susanne Lukas

https://www.orpheus-magazin.de/2026/05/18/wien-les-pecheurs-de-perles/

 

Dans la fosse, Daniele Rustioni fait tout pour entretenir la flamme de Bizet. À l’instar de Ludovic Tézier sur le plateau, qu’il domine de très haut…

L’orchestre du Staatsoper de Vienne est sans doute au monde celui qui joue le plus régulièrement Carmen. Il était temps assurément qu’il s’empare de ce coup d’essai, et généralement de maître – malgré les révisions apocryphes ici adoptées – de son compositeur, avec la délectation et les sortilèges qui lui sont propres. Face à une telle phalange, Daniele Rustioni trouve sans peine le juste équilibre entre le raffinement des textures et des embrasements dramatiques qui, dans cette partition, ne vont pas nécessairement de soi.”

Diapason Magazin, Mehdi Mahdavi

https://www.diapasonmag.fr/critiques/a-vienne-des-pecheurs-de-perles-victimes-de-la-mode-64544.html

 

“Rustioni led the orchestra through this work with incredible perceptiveness for the soloists, matching every nuance of their expressive lines with total command of the orchestra. There is so much lyricism in the music, not just in the recurring “Pearl Fishers Duet” theme, but in numerous melodic lines all the way through the opera, and in the strings in particular. The sensitivity to the score achieved through the conducting was a highlight of this performance, and this did Bizet’s seldom-played early masterpiece proud.”

Lohengrin Magazin, Clara Emerson

https://www.lohengrin.cat/post/pecheurswien

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