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von ehemaligen Mitgliedern der Deutschen Philharmonie in Prag und von
Musikern aus Karlsbad und Schlesien gegründet, die im Flüchtlingsstrom
des Zweiten Weltkriegs nach Bamberg verschlagen wurden, hatten die
Bamberger Symphoniker mit ihrem böhmischen Musizierstil, ihrer
Disziplin, Virtuosität und Klangkultur von Beginn an Erfolg. Als erstes
deutsches Orchester lud man sie nach Kriegsende zu Konzerten in
Frankreich ein. Bald folgten Tourneen durch Europa, nach Nord- und
Südamerika, Asien und Afrika. Bedeutende Dirigenten wie Joseph
Keilberth, Rudolf Kempe, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss, Eugen
Jochum, Horst Stein - Ehrendirigent des Orchesters auf Lebenszeit - und
Ingo Metzmacher haben das Orchester geprägt und eine unverwechselbare
Klangkultur geschaffen, die bis heute mit den Bamberger Symphonikern
verknüpft ist.
Nach Öffnung der Grenzen zum Osten bieten sich dem
Orchester neue Chancen: Bamberg liegt nun seiner geographischen und
politischen Lage entsprechend im Mittelpunkt des europäischen
Musiklebens. Durch den Bau der akustisch vorzüglichen Bamberger
Konzerthalle bekam das Orchester im September 1993 eine angemessene
Wirkungsstätte wie sie nach den Worten Eugen Jochums "einem der
ersten Orchester Europas" gebührt.
Mit Jonathan Nott hat das Orchester seit Januar 2000
einen Chefdirigenten, dem man die künstlerische Gestaltung der
kommenden Jahre in zukunftsorientierter Weise zutrauen darf. Darüber
hinaus konnten die Dirigenten Michael Gielen, Hans Zender und Michael
Boder für eine ständige Zusammenarbeit gewonnen werden.
Mai 2001 |
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