Konrad
Junghänel zählt heute international zu den bekanntesten Lautenisten.
Sein Ruhm beruht auf der ganz außerordentlichen Virtuosität seines
Spiels und seiner vollendeten Sicherheit. Er gilt als einer der
führenden Interpreten der Lautenwerke Johann Sebastian Bachs und
Silvius Leopold Weiss. Er ist als Solist und als Kammermusiker überall
in Europa, in den USA, in Japan, Südamerika und Afrika aufgetreten.
Neben dieser Konzerttätigkeit arbeitet er regelmäßig mit René Jacobs
zusammen - als Solist und bei Opernproduktionen.
Seit 1987 leitet Konrad Junghänel das von ihm
gegründete Vokalensemble Cantus Cölln, das sich innerhalb kürzester
Zeit als eines der angesehensten Ensembles dieser Art im internationalen
Musikleben etablieren konnte. Die meisten der inzwischen 25
CD-Produktionen, die ein Repertoire von Monteverdis Madrigalen, der
Marienvesper, Schütz "Psalmen Davids" bis hin zu Bachs
Kantaten und Motetten umfassen, wurden mit internationalen Preisen
ausgezeichnet. Nach Ansicht der Zeitschrift Diapason gehört Cantus
Cölln zu den großen Entdeckungen der letzten Jahre im Bereich der
Alten Musik.
In jüngster Zeit tritt Konrad Junghänel auch
vermehrt als Dirigent szenischer Produktionen auf. So hat er Francesco
Cavallis La Calisto in Köln und Domenico Mazzocchis La Catena d'Adone
in Innsbruck und Antwerpen dirigiert. Im Januar 2000 war er erneut auf
Tour mit Combattimenti, einer szenischen Produktion der Madrigali
guerreri ed amorosi von Claudio Monteverdi. Gerade kürzlich lief unter
seiner Leitung die Produktion Was liegt die Stadt so wüste mit Musik
von Heinrich Schütz unter der Regie von Herbert Wernicke am Theater
Basel.