Martin
Beaver - Violine
Kikuei Ikeda - Violine
Kazuhide Isomura - Viola
Clive Greensmith - Violoncello
Seit über dreißig Jahren zählt das Tokyo String
Quartet zu den weltweit führenden Streichquartetten und gibt mehr als
100 Konzerte pro Jahr. Das einzige Mitglied der Ursprungsformation ist
heute der Bratschist Kazuhide Isomura. Er studierte an der Toho School
of Music in Tokyo und an der Juilliard School of Music in New York, wo
das Quartett 1969 entstand. Der zweite Geiger Kikuei Ikeda studierte
ebenfalls an der Toho School of Music und schloss sich 1974 dem Quartett
an. Clive Greensmith, ehemaliger Solocellist des London Royal
Philharmonic Orchestra, ist seit dem Sommer 1999 Cellist des Tokyo
String Quartets. Seit Juni 2002 heißt der erste Geiger des Ensembles
Martin Beaver.
1995 bekam das Tokyo String Quartet das berühmte
"Paganini Quartett" von A. Stradivari zur Verfügung gestellt.
Diese Instrumente sind benannt nach dem legendären Virtuosen Nicolò
Paganini, der diese Instrumente erwarb und während des 19. Jahrhunderts
spielte. Sie sind eine Leihgabe der Nippon Music Foundation.
In der Saison 2002/2003 ist das Tokyo String Quartet
in seiner amerikanischen Heimat zu Gast in der New Yorker Carnegie Hall,
im McCarter Theatre in Princeton, am Clarice Smith Performing Arts
Center in College Park, im Krannert Center in Urbana und in Boston,
Philadelphia, Pittsburgh, San Antonio und beim Caramoor Festival.
International gibt das Quartett in dieser Saison Konzerte in Salzburg,
Mailand, Paris, Amsterdam, Peking, Sydney, Istanbul, Toronto, Lissabon,
Valencia, Madrid, London, Ljubljana, Berlin und Dijon.
In der Saison 2001/2002 gestaltete das Tokyo String
Quartet einen eigenen Brahms-Zyklus mit Geraldine Walther, Mikhail
Milman, Sabine Meyer und Elisabeth Leonskaja mit Konzerten in Spanien,
Japan, Italien und den USA. Das Programm verbindet dabei Originalwerke
von Brahms mit Auftragsarbeiten des Quartetts, komponiert von Hikaru
Hayashi (Japan), Joan Tower (USA), Fabio Vacchi (Italien) und José Luis
Turina (Spanien).
Seit 1976 lehren die Mitglieder des Tokyo String
Quartets nicht nur an der Yale School of Music, sondern haben seit
einigen Jahren auch die Nachfolge des LaSalle Quartets in Cincinnati
angenommen.
Das Tokyo String Quartett hat bisher mehr als dreißig
geradezu legendäre Aufnahmen veröffentlicht, bei BMG Classics/RCA
Victor Red Seal artists, Angel-EMI, CBS Materworks, Deutsche Grammophon
und Vox Cum Laude. Darunter die kompletten Quartette von Beethoven,
Schubert und Bartók. Für seine Einspielungen von Brahms, Debussy,
Dvorák, Haydn, Mozart, Ravel und Schubert erhielt das Quartett
zahlreiche Preise und Ehrungen, wie z.B. den "Grand Prix du Disque
Montreux", "The Best Chamber Music Recording of the
Year", Auszeichnungen der Zeitschriften Stereo Review und
Gramophone sowie sieben Grammy Nominierungen.
Juni 2002